Beschreibung
Feministinnen, Literaturkritikerinnen und Volkskulturtheoretikerinnen haben die romantische Lektüre stets ignoriert. Sie behaupten, dass “romantische Handlungsstränge” die Abhängigkeit von Leserinnen von Männern fördern und die Akzeptanz unterdrückerischer Ideologien fördern, die von der Populärkultur vermittelt werden. Janice Radway stellt diese Behauptung in Frage und argumentiert, dass die kritische Aufmerksamkeit von der isolierten Betrachtung des Textes selbst auf die komplizierten sozialen Ereignisse hinter der Lektüre verlagert werden muss.
Das Buch “Romane lesen” wurde für seine innovative und bahnbrechende ethnografische Forschungsmethode hoch gelobt. Es ist ein unersetzliches Referenzwerk im Bereich der Popkulturforschung. Dieses Meilenstein-Werk hat nicht nur die Konsum„mythen“ der Popkultur entlarvt und damit die ästhetischen und konsumorientierten Tendenzen einer bestimmten Gruppe, nämlich weiblicher Leser, analysiert.
