Beschreibung
Rong Rong kam 1992 nach Peking. Mit großen Augen und einer neu gekauften Kamera.
“Dongcun” ist eine Legende in der Geschichte der chinesischen experimentellen Kunst. Auf diesem verfallenen Heim verpassten Rong Rong und eine Gruppe von Künstlern, die am Existenzminimum lebten – darunter Zhang Huan, Zuo Xiaozhuzhou, Duan Yingmei, Ma Liuming und andere – der chinesischen experimentellen Kunstszene durch Performances und Fotografie einen direkten Schlag.
Wu Hung nimmt Rong Rongs Fotos von Dongcun als spezifische Perspektive, um seine “Dongcun”-Fotostrecke in drei Teile zu gliedern: die Künstler von Dongcun und ihre Kunstwerke in ihrer ursprünglichen Umgebung von 1993-1994; die fortgesetzten Performance-Kunstprojekte von 1994-1998, nachdem die Künstlergruppe von Dongcun gezwungen wurde, sich aufzulösen; und Rong Rongs Selbstporträts von “Dongcun” bis zu späteren Zeiten. Ziel dieses Archivs ist es, die vielfältigen Bedeutungen dieser Fotos auf historischer, künstlerischer und autobiografischer Ebene zu erforschen. Es geht um die subtile Wechselwirkung zwischen innerem und äußerem Raum – zwischen der inneren Welt eines Künstlers, einschließlich seiner schönsten Träume, Fantasien, Aufregung und Ängste, und einer kollektiven Geschichte.
Editor's Pick
—— Dongcun! Der Mythos der chinesischen Experimentalkunst. „Fischteich aufstocken“, „12 Quadratmeter“, „Originalton“ entstanden hier und läuteten eine Ära ein. Wertvolle Originalaufnahmen vom Ort des Geschehens.
——Von Kunsthistoriker Wu Hung. Mit der Linse, den Tagebüchern und Briefen des Fotografen Rong Rong wird die explosive Kreativität der East Village-Künstlergruppe – Zhang Huan, Zuo Xiao Zu Zui, Rong Rong, Ma Liuming – verbunden, die mit Körper und Aktion jeden Moment festhielten.
An alle Nomaden. Sie kamen mit Träumen in Dongcun, an den Rand dieser Stadt. In den Augen der Außenwelt kämpfen sie ums wirtschaftliche Überleben. In ihren eigenen Herzen sind sie ehrgeizig und wollen die Herrscher der zeitgenössischen chinesischen Kunst werden. Dieser innere Konflikt zwischen Himmel und Erde lässt sie zwischen extremer Arroganz und extremer Minderwertigkeit schwanken.
