Beschreibung
[Beschreibung des Inhalts]
Ausgezeichnet als "Outstanding Book of the Year" von Choice Magazine, Hauptwerk des Initiators der Emotionsgeschichte Peter N. Stearns.
Eine Kulturgeschichte der Scham, eine allgegenwärtige Technik der sozialen Steuerung.
Wir betrachten Scham oft als negative Emotion, die wir vermeiden wollen. Historisch gesehen hat Scham jedoch in vielen Bereichen wie Familie, Bildung, Strafrecht, Sport und Politik eine Rolle gespielt. Die Gesellschaft nutzt sie, um unser Verhalten zu regulieren, Ordnung aufrechtzuerhalten und Identitäten zu schaffen.
In der modernen Gesellschaft scheint das Schamgefühl im Niedergang begriffen, doch es überlebt in verschiedenen Kulturen und findet immer wieder neue Anwendungen. Wenn die Demütigungswut der Ära der neuen Medien unlöschbare Narben hinterlässt, kann Scham dann noch ihre positive Rolle spielen?
Stearns vergleicht ostasiatische und westliche Kulturen und nutzt Erkenntnisse aus Psychologie, Soziologie und anderen Bereichen, um die allgegenwärtige emotionale Kraft der Scham aufzudecken.
[Editor's Pick]
Scham ist nicht nur ein Gefühl der Unterlegenheit im Inneren eines Individuums, sondern auch ein Mittel der Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Ordnung. Dieses Buch enthüllt, wie Scham und verschiedene Formen der Demütigung im Laufe der Geschichte von Institutionen wie Familie, Schule und Gerichten genutzt wurden, um das Verhalten von Mitgliedern der Gemeinschaft zu regulieren, und welche gesellschaftlichen Auswirkungen dies hatte.
Nachdenken über die gegenwärtige Welle der Scham: Heute sind “Beschämung” allgegenwärtig, von Mobbing in Schulen über Bodyshaming bis hin zu Scham aufgrund von Geschlecht und Alter. Wenn Online-Gewalt soziale Medien und Videoplattformen überschwemmt, wie sollen wir Scham betrachten und kann sie noch konstruktiv eingesetzt werden?
Das grundlegende Werk zur Emotionsgeschichte eines weltbekannten Historikers: Peter Stearns, Gründungs vorsitzender des AP World History Committee und stellvertretender Vorsitzender der Teaching Division der American Historical Association, gründete die Zeitschrift “World History” und war fünfzig Jahre lang deren Chefredakteur. Er prägte den Begriff "Emotionsgeschichte" und wurde zum Begründer der Emotionsgeschichtsforschung.
Im Rahmen einer vergleichenden kulturübergreifenden Studie, die auf den neuesten Erkenntnissen aus Psychologie und Soziologie basiert, wird die asiatische Kultur, repräsentiert durch China, Japan und Indien, verglichen. Dabei wird die zentrale Rolle des Schamgefühls in sozialen Emotionen verdeutlicht und das seit “Chrysantheme und das Schwert” bestehende traditionelle Vorurteil, dass westliche “Schuldgefühls-Kulturen” den ostasiatischen "Schamgefühls-Kulturen" überlegen seien, aufgebrochen.
